Pfarre Bad Häring z. Hl. Johannes d. Täufer

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Friedhofkapelle

Die ursprüngliche Friedhofkapelle wurde 1897 errichtet, als man den Friedhof erweitert hatte. Sie steht an der Nordostseite des alten Friedhofteiles und wurde im Laufe des letzten Jahrhunderts mehrmals verändert. Der erste Umbau erfolgte 1937. Obwohl die finanzielle Situation für die meisten Menschen in Häring sehr schwierig war, entschloss sich die Gemeinde, besonders motiviert von der Schützengilde, zur Errichtung eines Kriegerdenkmales, das an die Gefallenen des 1. Weltkrieges erinnern sollte.

Im Inneren der Kapelle wurde das Kriegerdenkmal untergebracht: Den untersten Teil bildet die lebensgroße Kriegerfigur, die als Holzrelief in die Mensaplatte eingearbeitet ist.

Mit der Inschrift Für Gott, Heimat und Vaterland symbolisiert sie den gefallenen Soldaten.

Der dreiteilige Aufbau auf dem Mensatisch ist ebenfalls in Holz gearbeitet. Die Mitte bildet eine Pieta als Symbol des Opfers, das die Gefallenen für die Heimat gebracht haben und zugleich auch Symbol des Leidens, das die Frauen und Mütter erdulden mussten. Die Krone darüber steht für das Himmelreich  als Zeichen der Belohnung für das Opfer der Gefallenen. Die beiden Seitenteile zeigen die Schutzpatrone: die heilige Barbara für die Bergleute und den heiligen Isidor für die Bauern. An den Seitenwänden wurden die Gedenktafeln mit den Namen der 48 Gefallenen angebracht.

1970 fügte man die Tafel mit den Gefallenen des 2. Weltkrieges dazu – 93 Häringer kamen ums Leben.

  
  

Als im Sommer 2015 zum Gedenken an die Standschützen, die 1915 einrücken mussten, auf der Hochfläche von Vielgereuth/Folgaria vom Schützenbataillon Kufstein Gedenkkreuze aufgestellt wurden, konnte auf Initiative von Ehrenhauptmann Josef Ager ein solches Kreuz für Bad Häring erworben werden. Im Rahmen einer Wortgottesfeier wurde es im Mai aufgestellt und am Seelensonntag 2015 von Herrn Pfarrer  Dr. Rainer Hangler eingeweiht.

Auf Wunsch ehemaliger Werksangehöriger und des Betriebsrates sowie der Werksleitung der PAG in Kirchbichl entschloss sich die Gemeinde Bad Häring 1982 zur Errichtung einer Gedenkstätte für die tödlich Verunglückten im Kohle- und Zementbergbau. Als geeigneter Ort erwies sich der kleine Raum auf der Nordseite der Friedhofkapelle.

Nach einem Entwurf der akademischen Malerin Eva-Maria Wolzt entschied man sich für ein in Metall gegossenes Relief mit dem Bildnis der heiligen Barbara als Schutzpatronin der Bergleute und der Inschrift: “Gedenkstätte für die Verunglückten der beiden Bergwerke“ sowie zwei Tafeln mit den Namen und Sterbedaten der Verunglückten.

Die erste Tafel mit dem Firmenzeichen PZ der Perlmooser Zementwerke und den Bergwerkshämmern der Knappengemeinde enthält die Namen der tödlich Verunglückten des Bergbaues von 1817 bis 1907 und auf der 2. Tafel mit dem Tiroler Landeswappen und dem Gemeindewappen sind die Unfallopfer beider Bergwerke bis 1966 verzeichnet. In diesem Jahr passierte der letzte Unfall mit tödlichem Ausgang.

   
 

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Kontaktadresse:  Martina Pfandl, 6323 Bad Häring
                        m.pfandl@tsn.at                                                       13.05.2017